Nach einem reich erfüllten Leben starb Hans Oester, früherer Stadtzürcher Gemeinderat der Evangelischen Volkspartei, Mitglied des Zürcher Kantonsrats sowie langjähriger EVP-Nationalrat, am 1. Juni 2026 im Alter von 95 Jahren.
Der junge Wirtschaftswissenschaftler, Dr. oec., aus dem Berner Oberland stammend, wurde 1962 in den Gemeinderat der Stadt Zürich gewählt. Diesem gehörte er bis zu seiner Wahl in den Kantonsrat 1970 an. Da er 1978 als Nachfolger von Willy Sauser 1978 in den Nationalrat eintreten konnte, trat er 1977 aus dem Kantonsparlament zurück. Hans Oester war der geborene Parlamentarier. Er sprach auf allen Stufen bestens vorbereitet, mit hoher Sachkenntnis. Seine Voten waren druckreif formuliert. Kompetenz und Exaktheit waren ihm wichtig. Hans Oester konnte seine berufliche Erfahrung mit der Parlamentsarbeit bestens kombinieren. Als Hauptlehrer für Wirtschaft an der Töchterhandelsschule Zürich war es ihm ein grosses Anliegen, in den jungen Frauen das Verständnis für Wirtschaft und Finanzen zu wecken.
Dem Gemeinwohl verpflichtet
Hans Oester gehörte bewusst keinen Interessenverbänden an, sondern rang aus der politischen Mitte heraus intensiv um Lösungen für die ganze Gesellschaft. Auf Bundesebene kämpfte er für eine soziale Marktwirtschaft und gegen die immer grösser werdende Schuldenmacherei. Er tat dies aus der Verantwortung für die nächsten Generationen heraus. Hans Oester, der bewusst auf ein Auto verzichtete, präsidierte von 1976 – 1990 den zürcherischen Verein zur Förderung des öffentlichen Verkehrs.
Hans Oester hinterlässt seine jahrzehntelange Ehefrau Lena, für ihn die Partnerin fürs Leben, drei Kinder und mehrere Enkelkinder. Die Evangelische Volkspartei der Schweiz, des Kantons Zürich sowie der Stadt Zürich, drücken Lena Oester und der ganzen Familie ihr herzliches Beileid aus. Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 16. Juni 2026, 14.00 Uhr, in der Friedhofskapelle Witikon, Zürich, statt.